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  1. Oktober: Vernissage All Watched Over By Machines Of Loving Grace

Leben wir längst in Symbiose mit Maschinen? Der Dichter Richard Brautigan konnte es 1967 kaum erwarten:

I’d like to think (and
the sooner the better!)
of a cybernetic meadow
where mammals and computers
live together in mutually
programming harmony
like pure water
touching clear sky.

Oder meinte er das ironisch? Wer sich von Patrick Tressets Robotern portraitieren lässt erlebt einen ebenso intimen wie irritierenden Maschinenmoment, der unmittelbar an Brautigans Cyber-Romantik denken lässt. Who is watching over whom? Adam Curtis nimmt das Zusammenspiel in seinem Dreiteiler aus dem Jahr 2011, der den Titel ebenfalls von Brautigans Gedicht entleiht, gewohnt kritisch-souverän in den Blick: Die Californian Ideology als grosses Luftschloss und das naive Versprechen, dass Computer die Menschheit irgendwie würden befreien können (was, das zeigt sich bald 10 Jahre später noch einiges deutlicher, ganz und gar nicht geklappt hat). Curtis’ Film läuft als Teil der Ausstellung.

Black Cells Matter

!***!***! verschoben – wir suchen neues Datum !***!***!


Hommage an Henrietta Lacks, einer übergangenen founding figure der modernen Biologie, geboren am 1. August 1920. Rund um die Welt werden ihre Zellen n der Grundlagenforschung verwendet, doch niemand denkt bei HeLa an die schwarze Frau, der sie vor gut 70 Jahren ohne Einwilligung entnommen wurden. Ironie der Geschichte: Der Übergriff machte sie tatsächlich unsterblich – so wird sie an der Hommage auch ein wenig persönlich anwesend sein. zudem zu Gast: Eva Seck, Autorin; Life-Science-Forschende, non-white.