Rare citrus for the senses and for the soul

here we go again: rare citrus december at symbiont, coming direct from todolí citrus fundacio. open daily! 10-19h

come and taste more than 20 special citrus varieties (list see below)

– thirsty Thursday: cocktail workshops and drinks til late, every Thursday from 18h (starting next week)
– sour soul: DJs every Friday
 – coffee, cake and books: every Sunday afternoon

List of varieties:

As Above

Erwin Lichtenegger (Pflanzensoziologisches Institut)
Wurzelzeichnungen

2 September – 30 October 2022

offen Mittwoch, Freitag (12-17h), Samstag und Sonntag (14-18h), Mi/Fr mit mixed Root Lunch, Sa/So mit Root Beer Cocktails and Root Snacks

dazu haben wir Wurzelexperten eingeladen – am Samstag lohnt sich der Besuch besonders. Jürg Luster ist Gruppenleiter Waldböden und Biogeochemie sowie Bodenfunktionen und Bodenschutz an der WSL und wird von seinen aktuellen Forschungsprojekten erzählen, in denen es unter anderem um die Rhizosphäre geht, das Zusammenspiel also von Wurzeln, Mikroben und Pilzen im Boden. Marcus Termeer interessiert sich mehr für die metaphorischen Wurzel-Sphären; in einem unlängst erschienenen Essay widmet er sich sozialen Konstruktionen von Fremdheit durch ‚Wurzeln‘ in ökologischen Diskursen, die ‚Pflanzen mit Migrationshintergrund‘ entwerfen und diese in ‚unproblematische Neubürger‘ und zu bekämpfende ‚Integrationsverweigerer‘ unterteilen.

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Die Forschenden am Pflanzensoziologischen Institut (Klagenfurt) legen Wurzelsysteme von Pflanzen an ihren natürlichen Standorten frei. Die dokumentarischen Zeichnungen von Erwin Lichtenegger machen sichtbar, was ansonsten in seiner Komplexität und Tiefe verborgen bleibt.

Die Ausstellung “As Above” kreist zunächst um ein paradoxes Paradigma wissenschaftlicher Illustration: Strebt man eine exakte Dokumentation der Natur an, ist in manchen Fällen die objektive Darstellung (durch ein fotografisches Bild) nicht die Methode der Wahl. Manchmal muss die Natur ästhetisiert werden, um ihr wahres Wesen zu enthüllen. Erwin Lichteneggers Zeichnungen zeigen nicht die – dreidimensionalen – Wurzelgeflechte, wie sie im Boden zu finden sind, sondern Wurzeln “an sich”; seine Zeichnungen können als Abstraktionen betrachtet werden, wenn sie auch sehr nah an den tatsächlichen biologischen Strukturen sind.

Ausserdem fragt “As Above” nach der Ideologisierung von Wissenschaft. Ökologische Forschung hatte im Dritten Reich oft eine politische Schlagseite – gilt das auch für die diese dokumentarischen Preziosen?

http://wurzelforschung.at/

Specials im Rahmen der Kunsttage Basel:
https://kunsttagebasel.ch/institutionen/symbiont/

Jeden Abend: Wurzelschnaps-Drinks
Freitag, 11 Uhr: Präsentation von Monika Sobotik (Pflanzensoziologisches Institut)
Freitag/Samstag: Workshop DIY-Rhizoboxen
Sonntag 15 Uhr: Diskussion, Die (braunen) Wurzeln des Naturschutzes

Letzte Tage! Closing Weekend
29 October: Expert Talks

15h30 Jörg Luster, Vortrag zu Pflanzen-Boden-Interaktionen
16h30 Marcus Termeer, Wurzelmetaphern, Diskussion

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The Researchers at the Pflanzensoziologisches Institut (Klagenfurt) excavate root systems of plants in their natural habitats. The documentary drawings by Erwin Lichtenegger reveal the complexity of what otherwise remains hidden in the depth.

The exhibition “As Above” first of all revolves around a paradoxical paradigm of scientific illustrations: if one aims for exact documentation of nature, in some cases the objective depiction (as through a photographic image) is not the method of choice. Sometimes nature needs to be aestheticised in order to reveal her true nature. Erwin Lichteneggers drawings do not show the – three-dimensional – root networks as they are found in the ground, but rather roots “as they are”, his drawings can be considered abstractions, even if they stay true to the original biological structures.

Furthermore, “As Above” inquires into the ideologisation of science. Ecological research in the Third Reich often had a political slant – does this also hold for these documentary gems?

Specials in the context of the Kunsttage Basel:
https://kunsttagebasel.ch/institutionen/symbiont/

Every evening: root schnapps drinks
Friday, 11 a.m.: Presentation by Monika Sobotik (Pflanzensoziologisches Institut)
Friday/Saturday: Workshop DIY-Rhizoboxes
Sunday 3 p.m.: Discussion, The roots of nature conservation

12. Juni – 14. August 2022

Joana Moll: Inanimate Species
Vidya-Kélie: Hope Motion

double show: female perspectives on technology
zwei Arbeiten zur Natur von Technik bzw. Techniken des Natürlichen

hosted by Géraldine Honauer and Roland Fischer

Vernissage: 11. Juni, 17h

Finissage week: 11 August, 12 August, 14 August open from 5-8pm
there’s home made pizza and drinks

specials!

11 August: Ambulation sound walk with Tim Shaw (starting at 6pm)
14 August: discussion – institutionalised vs. free research

Joane Molls Arbeit „Inanimate Species reflektiert den Ressourcenverbrauch von digitaler Hardware und stellt den rasante Entwicklung im Chip-Markt in ein kritisches Verhältnis zum Rückgang der Biodiversität. Ästhetisch orientiert sich die Installation an Insektensammlungn in den Kabinetten naturhistorischer Museen. Vidya Kelie lässt in „Hope Motion“ die Anziehungskräfte zwischen zwei Magneten einen suggestiven Tanz vollführen. Welchen geheimen Regeln folgen die eleganten Bewegungen – sind da tatsächlich bloss Physik und Zufall am Werk?

open on appointment: 076 200 6754

15. Juni, 10h: Brunch-Symposium: female/feminist approaches to technology, with Vidya-Kélie, Joana Moll, Shusha Niederberger and Barbara Strebel

cocktails for a guest

Art Basel special — we held regular cocktail evenings, out on the street, with great guests.

#1 — 28. Mai: Adrian Notz, Kurator AI Center ETH (und Ex-Cabaret-Voltaire)

#2 — 4. Juni: Germanist Hannes Bajohr, der eine gewisse Obsession für Texte entwickelt hat, die nicht von Menschen geschrieben sind. Vielleicht machen wir ja einen kleinen Turing-Test? Sind nämlich gar nicht mehr so leicht zu unterscheiden, Menschen- und Maschinentexte.

#3 — 12. Juni: Susanna Hertrich, Book Launch Following The Elephant-Nosed Fish

#4 — 14. Juni: Marcel Meury, Kunsthalle Tropical

#5 — 16. Juni: Melanie Bossert, Artist/Google interaction designer

#6 — 17. Juni: Selena Savic, Program lead Make/Sense IXDM

#7 — 18. Juni: Philipp Schrögel, Käte Hamburger Kolleg für Apokalyptische und Postapokalyptische Studien (Capas), Heidelberg

Art Basel special

double show: female perspectives on technology

12. Juni – 24. Juli 2022

Joana Moll: Inanimate Species
Vidya Kelie: Hope Motion

hosted by Géraldine Honauer and Roland Fischer

Vernissage: 11. Juni, 17h

Während der Art Basel zeigt der symbiont zwei Arbeiten zur Natur von Technik bzw. Techniken des Natürlichen.

Joane Molls Arbeit „Inanimate Species reflektiert den Ressourcenverbrauch von digitaler Hardware und stellt den rasante Entwicklung im Chip-Markt in ein kritisches Verhältnis zum Rückgang der Biodiversität. Ästhetisch orientiert sich die Installation an Insektensammlungn in den Kabinetten naturhistorischer Museen. Vidya Kelie lässt in „Hope Motion“ die Anziehungskräfte zwischen zwei Magneten einen suggestiven Tanz vollführen. Welchen geheimen Regeln folgen die eleganten Bewegungen – sind da tatsächlich bloss Physik und Zufall am Werk?

in der Art Basel-Woche jeweils offen von 9 bis 12, morgens und abends. Am Morgen gibt es Kaffee, am Abend Drinks. Und Gäste!

15. Juni, 10h: Brunch-Symposium: female/feminist approaches to technology, with Vidya-Kélie, Joana Moll, Shusha Niederberger and Selena Savic

3x3x3 – Glitch Window

3 Videos zu Glitches, während je 3 Wochen, auf (fast) 3m Breite ins Schaufenster gebeamt, jeweils in den Abendstunden: 18-24 Uhr

glitch (n.)
by 1953, said to have been in use in radio broadcast jargon since early 1940s, American English, possibly from Yiddish glitsh “a slip,” from glitshn “to slip,” from German glitschen, and related gleiten “to glide” (see glide (v.)). Perhaps directly from German. Apparently it began as technical jargon among radio and television engineers, but was popularized and given a broader meaning c. 1962 by the U.S. space program.

8. März – 29. März
Istvan Balogh, Current Status, 1. Declaration
2012, HD Video, 17:33 Min

Das dritte Glitch Window wollte eigentlich nichts weiter als den Begriff des Glitch aus dem digitalen Feld ins allzumenschliche zu holen – Systemversagen und Ausrutscher kennen nicht nur Computerhirne. Nun hat die Arbeit von Istvan Balogh eine traurige Aktualität gewonnen: 

Everyone has the right to life, liberty and security of person.
Universal Declaration of Human Rights, Article 3.

Everyone? Das dritte Glitch Window setzt da ab heute abend ein paar Fragezeichen. Die Videoarbeit von Istvan Balogh lässt uns einem Gehirn beim entgleisen zuschauen. Und sie spielt mit unseren Erwartungen, was Gerechtigkeit und überhaupt richtig und falsch angeht. Ich habe mal folgendes über die Arbeit geschrieben, als ich sie in Bern entdeckt habe: Current Status, 1. Declaration (2012) ist eine ziemlich ungemütliche Arbeit, und das hat zunächst einmal mit der wüsten Sprache des Protagonisten zu tun und der Unbezwingbarkeit, mit der die Unflätigkeiten immer wieder in die sorgsam abgelesenen Artikel der Erklärung der Menschenrechte hineinfahren. Der Mann erlaubt sich allerdings keinen Scherz mit der immer wilderen Besudelung der Menschenrechte – er hat das Tourette-Syndrom und kann nicht anders, es schiesst unwillkürlich und oft imunpassendsten Moment aus ihm heraus. Und es ist eine hinterhältige Arbeit, zunächst einmal weil man zum Voyeur wird – da wird ein medizinisches Faszinosum vorgeführt, und man kann nicht anders, als zuzuschauen, wie die Deklamation springt, von ruhig zu unflätig und wieder zurück – dem Geschehen gebannt zu folgen und immer auf den nächsten Aussetzer zu warten. Das Tourette-Syndrom hat seinen festen Platz im psychiatrischen Kuriositätenkabinett, das wusste schon Oliver Sacks – die Krankheit markiert die unheimliche Grenze zwischen Komödie und Dämonie. Und da eben liegt der Clou von Baloghs Arbeit: Indem er den Tourette-Patienten nicht irgendeinen Text (der Effekt wäre überall garantiert), sondern die Erklärung der Menschenrechte vorlesen lässt, kommt es immer wieder zu einem bösen Auseinanderklaffen von behauptetem Menschenrecht und Behinderten-Realität. Natürlich: auf dem Papier hat auch ein Tourette-Betroffener alle diese Rechte, aber hier wird auf sehr augenfällige Weise vorgeführt, wie schwer seine Eingliederung in einen gesellschaftlichen Alltag tatsächlich immer wieder sein wird. Eine beklemmende Erkenntnis, die auf einmal gar nichts Voyeuristisches mehr hat – vorgeführt werden nun wir anderen.

14. Februar – 7. März:
Michel Winterberg, Zeitstrom
2022, interactive video/audio installation

«Zeitstrom» macht die Simultaneität menschlicher Lebensrealitäten sichtbar, die parallel im Strom der Zeit verlaufen. Jede einzelne dieser Realitäten ist bedeutend in sich, gleichzeitig aber auch komplett unbedeutend im Vielklang all der anderen Realitäten da draussen. Das Original-Videomaterial wurde vom Künstler 2014 in Delhi aufgenommen. Michel Winterberg versieht es mit einem selbstgeschriebenen Code mit Glitches, die eine weitere visuelle Ebene schaffen, ein belebtes digitales Gemälde, das wiederum auf die Bewegungen der Betrachterinnen und Betrachter reagiert.

«Zeitstrom» (Eng. time stream) transforms the phenomenon of the different human realities of life that exist simultaneously in parallel in the stream of time. Each one is individually important for oneself and for one’s surroundings, but completely negligible in the enormous quantity of realities formed by all mankind. The original video footage was recorded by the artist in 2014 in Delhi. He runs these through his own programmed code to create glitches which create a new layer like moving paintings.

Twitter:
@GlitchYourSelf
@MichelWinterb

https://michelwinterberg.ch

25. Januar – 14. Februar:

Timo Ullmann, Touchscreen
2020, FullHD, 12 min

Ein sehr haptischer Glitch – ein kaputter Touchscreen fabriziert wunderbar fliesende und gleitende Fehlmuster. Das Video zeigt manuell generierte Bildstörungen in Nahaufnahme. Durch Druck auf den LCD-Bildschirm und Manipulation der Flüssigkristalle kreiert ein Finger vergängliche Bilder. In Interaktion mit den Pixeln, farbigen Linien und der amorphen, schwarzen Fläche des Bildschirms entstehen flüchtige Kompositionen. Die Technologie wird nicht für die Darstellung eines digitalen Bildes genutzt, sondern als Material untersucht.

Gabriele Galimberti – Home Pharma

30 Jan – 10 Mar 2022, Opening 29 January, 6pm

29 January – 13 March: Gabriele Galimberti, Home Pharma
a transcultural perspective on our intimate relationship with pills

Whenever I meet people on my travels, I ask the same question: Can I see what’s in your medicine cabinet?

In almost every country in the Western world, hidden away in a corner of the bathroom or kitchen, pills, capsules and ointments pile up. In France alone, almost one medicine out of two will not be consumed. In contrast to this wasteful behavior, developing countries suffer from a chronic lack of access to healthcare. “Home Pharma” documents our relationship with medicines in the simplest terms possible. In order to show that medicine is not just a mere commodity, but is a litmus test of the society we live in, this project penetrates the intimacy of families around the world.

Michael Chamorro Suarez, 32, Flor Parkinson Valla, 33, and, from left to right, Giulia,1, Johan 7, Jamie 5 and his twin sister Sofia, 5, photographed in the living room of their house in Cahuita, Costa Rica. Flor graduated in Italy with a thesis on the migration of Italians to Costa Rica. She now runs a bakery in the village while her husband has one of the few restaurants of the small town of Cahuita. Their eldest son, Johan has been diagnosed with ADHD and prescribed Risperdal that is an antipsychotic medicine (visible first medicine on the top left). Risperdal is used to treat schizophrenia in adults and children who are at least 13 years old. Risperdal is also used to treat symptoms of irritability in autistic children who are 5 to 16 years old. Johan’s parents have bough the medicine but for the moment have not given it to him fearing it might have negative consequences bigger then the benefit.

Finissage: Maya Minder

7. November 2021: Mini-Symposium zu Biofilmen

der symbiont war ein wenig im Vorwinterschlaf, während der Kombucha von Maya Minder fleissig wuchs. Nun ist Zeit zur Ernte! Der 2×2 Meter-Biofilm ist hoffentlich dick und zäh genug geworden. 

Biofilm? Nein, nicht sowas.

Biofilme bestehen aus einer Schleimschicht, in der Mischpopulationen von Mikroorganismen (z. B. Bakterien, Algen, Pilze, Protozoen) [und von mehrzelligen Organismen wie Rädertierchen, Fadenwürmern, Milben, Wenigborstern oder Insektenlarven, die sich von den Mikroorganismen ernähren] eingebettet sind. Bisschen umständlich formuliert, Wiki, aber ja: Kleinstlebewesen-Gross-WGs. Solche Biofilme sind nicht nur für Kombucha-Enthusiasten interessant, sondern auch für die Wissenschaft. Diese Lebensgemeinschaften sind erstens Beispiele für ganz selbstverständlich sich ergebende Symbiosen in der Natur und zweitens oft ein Problem, weil diese Gemeinschaften sehr viel widerstandsfähiger werden als die individuellen Organismen es wären – in der Medizin mag man Biofilme deshalb nicht besonders und fragt sich eher wie man sie wieder auflösen kann. Maya Minder und Vivien Roussel hingegen sind genau von dieser Zähheit des Belags fasziniert, der sich auf dem Kombucha bildet. Nach dem Trocknen bekommt man ein ledriges Material, mit dem derzeit viel experimentiert wird. Und zurück ganz an den Anfang: Biofilme sind heisse Kandidaten für den Ursprung komplexerer Lebensformen. Tatsächlich kann man einen Biofilm auch als Proto-Organismus ansehen, in dem verschiedene Zellen verschiedenen Aufgaben nachgehen. 

Wer noch mehr wissen will: kommt an das Finissagen-Get-together am nächsten Sonntag, den 7. November 2021 (16-18h), mit Talks und Diskussionen. Biofilms, coexistence and competition in nature. Mit Gästen und zwei tollen Forschenden aus dem Feld! kombucha leather harvesting performance | mini-conference with maya minder

Guests:

Henriette Lyng Røder (Systems ecology of bacterial biofilms, Uni Basel)

Tom Battin (Stream Biofilm and Ecosystem Research Laboratory, EPFL)

Vivien Roussel (thr34d5.org Paris, via zoom)

für diejenigen, die bleiben gibt es im Anschluss ein kleines Abendessen von Maya Minder (und Cocktails)

(oder schaut uns zu auf jitsi)



Dear macrocoexistences
symbiont was a bit in pre-hibernation, while Maya Minder’s kombucha grew diligently. Now it’s time to harvest! Hopefully the 2×2 metre biofilm has become thick and tough enough.

Biofilm? No, not that kind.


Biofilms consist of a slime layer in which mixed populations of microorganisms (e.g. bacteria, algae, fungi, protozoa) [and multicellular organisms such as rotifers, nematodes, mites, fewborsters or insect larvae that feed on the microorganisms] are embedded. (a bit awkwardly formulated, Wiki, but yes: a large microorganism flat share). Such biofilms are not only interesting for kombucha enthusiasts, but also for science. Firstly, these communities are examples of symbioses that occur naturally in nature, and secondly, they are often a problem because these communities are much more resistant than individual organisms would be – in medicine, biofilms are therefore not so popular and people tend to ask how they can be dissolved again. Maya Minder and Vivien Roussel, on the other hand, are fascinated by precisely this toughness of the coating that forms on the kombucha. After drying, you get a leathery material that is currently being experimented with a lot. And back to the very beginning: biofilms are hot candidates for the origin of more complex life forms. In fact, a biofilm can also be seen as a proto-organism in which different cells perform different tasks.

If you want to know more, come to the finissage get-together next Sunday, 7 November (16-18h), with talks and discussions. Biofilms, coexistence and competition in nature. With guests and two great researchers from the field!

kombucha leather harvesting performance | mini-conference with maya minder

Guests:

Henriette Lyng Røder (Systems ecology of bacterial biofilms, Uni Basel)

Tom Battin (Stream Biofilm and Ecosystem Research Laboratory, EPFL)

Vivien Roussel (thr34d5.org Paris, via zoom)


followed by a small Dinner hosted by Maya Minder for those who stay (and cocktails).

scar|city

20-26. September 2021: Micro vs. Macrocultures. Maya Minder setzt zusammen mit thr34d5.org aus Paris zwei grosse Kombuchas auf. Die werden den einen symbiont-Raum besetzen, mit ihrer olfaktorischen Präsenz. Im anderen Raum wird jeden Abend gekocht. Und gecocktailed. Und Musik gespielt, performt, präsentiert.

Kombucha-Mikroorganismen oder das Kunstpublikum – welche Lebensform ist hartnäckiger? Was wird sich als störender erweisen: der Fermentationsgeruch für das Kunstpublikum oder all die fremden Mikrobiome für die Kombucha-Kultur?

Essen jeweils ab 19 Uhr, Performances ab 20.30 Uhr, Cocktails til late.

mit Gästen: Lucile Haute (FR), Jens Hauser (GE), Alexia Venot (FR), Paul Taz (NL) sowie Mira Hirtz (DE), Leonie Meyer (Basel), Mengis/Zhao/Van Helleputte (Bern/Bruxelles)

Programm:
Montag: Little Tornados (Konzert)
Dienstag: tbc
Mittwoch: Jodorowsky’s Dune (Filmvorführung)
Donnerstag: Mira Hirtz (Performance, tbc)
Freitag: Jens Hauser (Vortrag + Diskussion)
Samstag: Mikro/Makrokultur Performance-Nacht (Maya Minder, Alexia Venont, Lucile Haute, Paul Tas)
Sonntag: Mengis/Zhao/Van Helleputte (Konzert)


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Art Basel special coming up! Maya Minder and guests: scar|city
Micro/macro cultures and limited resources: In one of the two symbiont rooms, from Monday (come by and witness the setting up) on a 2by2m kombucha culture will digest the supplied resources and by doing so will gradually develop a strong and smelly fermentation presence. Meanwhile, in the other room, the Art Basel crowd will gather and consume food and drinks, also prepared daily with limited resources. Kombucha microorganisms or the Art crowd — which life form will be more persistent? What will prove to be more disturbing: the fermentation odours for the Art people or all those alien microbiomes for the komoucha culture?

with guests: Lucile Haute (FR), Jens Hauser (GE), Alexia Venot (FR), Paul Taz (NL)

as well as: Mira Hirtz (DE), Leonie Meyer (Basel), Mengis/Zhao/Van Helleputte (Bern/Bruxelles)

Program:
Monday: Little Tornados (concert)
Tuesday: tbc
Wednesday: Jodorowsky’s Dune (movie screening)
Thursday: Mira Hirtz (performance, tbc)
Friday: Jens Hauser (talk + discussion)
Saturday: Micro/macroculture Performance night (Maya Minder, Alexia Venont, Lucile Haute, Paul Tas)
Sunday: Mengis/Zhao/Van Helleputte (concert)

Blind Audition

September 2021, im Rahmen von ZeitRäume: Jannik Giger und Demian Wohler bauen ihre begehbare Raum- und Videoinstallation Blind Audition in die zwei symbiont spaces, im Rahmen des Festivals ZeitRäume Basel. Vernissage ist am Dienstag, 7. September, die Installation bleibt bis am 19. September stehen. Es geht um Blind Auditions: diese sollen – ähnlich wie Blindverkostungen – für vorurteilsfreie Bewertungen von Musik sorgen. Ein Vorhang trennt Musiker*innen von der Jury, die Orchesterstellen bestmöglich besetzen will.

Dieses «bestmöglich» erinnert an die (klinische) Forschung, die den Faktor Mensch auch möglichst eliminieren will, um der reinen Wahrheit auf die Spur zu kommen, auch da ist «Verblindung» ein wichtiges Stichwort. Eine begleitende Gesprächsreihe interessiert sich für diese Parallelen in Kunst und Wissenschaft, sowohl aus philosophischer wie aus struktureller Perspektive:

Blind Addition
moderiert von Roland Fischer
Freitag 10.09.2021, 19:00 Uhr: Objektivierbare Fakten, objektivierbare Musik? Von der Unvermeidlichkeit der Interpretation
mit: Anne-May Krüger (Sängerin und Musikwissenschaftlerin), Christoph Hoffmann (Professor für Wissenschaftsforschung, Universität Luzern), Jannik Giger (Komponist, Videokünstler)

Donnerstag 16.09.2021, 19:00 Uhr: Machtstrukturen in Musik und Wissenschaft – wie überwinden wir den Gendergap?
mit: Simona Isler (Gleichstellungsbeautragte Schweizer Nationalfonds), Elisabeth Göring (Orchestermusikerin)




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September will be busy at symbiont. Starting tomorrow, Jannik Giger and Demian Wohler will be installing their space and video installation Blind Audition in the two symbiont spaces, as part of the ZeitRäume Basel festival. Vernissage is on Tuesday, September 7, the installation will remain until September 19. It’s about blind auditions: similar to blind tastings, these are supposed to provide for unprejudiced evaluations of music. A curtain separates musicians from the jury, which wants to fill orchestra positions in the best possible way.
This “best possible way” brings to mind (clinical) research, which also wants to eliminate the human factor as much as possible in order to get to the bottom of the pure truth; there, too, “blind testing” is an important concept. An accompanying series of talks is interested in these parallels in art and science, both from a philosophical and a structural perspective:

Blind Addition (talks in German)
Friday 10.09.2021, 19:00: Objectifiable Facts, Objectifiable Music? On the inevitability of interpretation
with: Anne-May Krüger (singer and musicologist), Christoph Hoffmann (professor for science research, University of Lucerne), Jannik Giger (composer, video artist)

Thursday 16.09.2021, 19:00: Power structures in music and science – how do we overcome the gender gap?
with: Simona Isler (Equal Opportunities Officer Swiss National Science Foundation), Elisabeth Göring (orchestral musician).